Der Wonnemonat Mai begann viel zu kalt; der Kaltlufteinbruch der letzten Apriltage drückte das Thermometer in einer klaren Nacht zum 1. Mai in Kessellagen (Kaltluftseen) noch einmal auf -1,0 °C, in den meisten Höhenlagen blieb es aber bei Plusgraden. In den darauffolgenden Tagen herrschte dann Schönwetter vor, und die schon hochstehende Sonne heizte die Nachmittage ordentlich auf, sodass am 4. Mai mit +25,6 °C der erste Sommertag des Jahres notiert werden konnte. Bis Mitte Mai blieb es in weiterer Folge bei „maitauglichen“ Temperaturen, und nach dem einen oder anderen Gewitter konnte sich die Natur nach dem bisher so trocknen Frühjahr einigermaßen erholen. Pünktlich zu den Eismännern gab es dann noch einmal einen kräftigen großräumigen Kaltlufteinbruch über Mitteleuropa, mit Schneefall bis in höhere Tallagen in Österreichs Gebirgsregionen und mit noch einmal leichtem Bodenfrost (-0,2 °C an der Wetterstation Windisch-Minihof am 13. d. M.) an einigen wenigen tiefergelegenen und windgeschützten Stellen in unserer Region. Bis zum dritten Maiwochenende blieben die Temperaturen dann mit Tageshöchstwerten weit unter der Zwanzig-Grad-Marke sehr unterdurchschnittlich, in der letzten Maiwoche ging es dann aber mit einer einsetzenden Südwestströmung und Sonnenschein blitzartig in Richtung Hochsommer, sodass am 27.05. – genau zwei Wochen nach der letzten Frostnacht – mit +30 °C der erste Hitzetag dieses Jahres zu verzeichnen war. Ein paar Gewitter am letzten Maiwochenende brachten dann wieder eine Abkühlung und sorgten zusammen mit den vorhergegangenen Regentagen dafür, dass die Niederschlagsbilanz des zu Ende gehenden Frühlings nach den ersten beiden wesentlich zu trockenen Monaten März und April wieder ein wenig aufgebessert, wenn auch nicht ausgeglichen, wurde.
- max. Temperatur: 30,0 °C
- min. Temperatur: -1,0 °C
- Regenmenge: 103 l/m²
- stärkste Böe: 48,3 km/h
KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Hinsichtlich der langjährigen Mittelwerte stellte sich der Mai 2026 an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg wie folgt dar: Gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 war es um 2,2 °C zu warm. Bezogen auf das dreißigjährige Mittel von 1991 bis 2020 wurde ein um 0,8 °C zu warmes Monatsmittel gemessen. Niederschlagstechnisch war der Mai 2026 bezüglich beider Mittel leicht überdurchschnittlich niederschlagsreich, denn statt der in beiden Referenzzeiträumen üblichen 90 l/m² fielen heuer 107 l/m². Generell war, was den Niederschlag angeht, der äußerste Süden und Südosten im heurigen Mai durchschnittlich oder leicht überdurchschnittlich, während es im Rest von Österreich größtenteils zu trocken war. Das österreichweite Temperaturmittel war auf beide Referenzzeiträume gesehen deutlich zu warm.




