Der Juni 2026 war zweigeteilt, und zwar in eine eher kühle und nasse erste Monatshälfte und in eine zu heiße und eher trockene zweite Monatshälfte – zu den Details: Am 3. d. M. fielen in einem schauerartig durchsetzten Landregen mit 52 Liter an einem Vormittag fast die Hälfte des gesamten Monatsniederschlages. Danach ging es mit den Temperaturen ein bisschen auf und ab, aber pünktlich zur Schafskälte kühlte es noch einmal ordentlich ab, was einstellige Frühtemperaturen am 11. und 12. Juni zur Folge hatte. Danach ging es mit den Temperaturen wieder rasant bergauf, sodass genau eine Woche später der erste Hitzetag einer für Juni eher ungewöhnlich langen und intensiven Hitzewelle zu notieren war, die mit insgesamt 11 Hitzetagen en Suite bis zum Monatsende andauerte. Eine Omega-Lage hatte sich über Mitteleuropa eingestellt, in dessen Hochdruckgebiet nordafrikanische Wüstenluft über Frankreich und England nach Norden geführt wurde, welche sich dann in einem “Hitze-Dom“ über Mitteleuropa tagelang zu halten vermochte. In unserer Region kletterte das Thermometer in den letzten Junitagen bei wolkenlosem Himmel jeweils an die 35 °C-Marke, in anderen Regionen Österreichs wurden zu dieser Zeit etliche Junirekorde geknackt, und in Wien wurden am 29.06. erstmals 40 Grad gemessen, mit einer anschließenden Rekord-Tropennacht, wo es nicht mehr unter +27,3 °C abkühlte. Vor allem in Frankreich, aber auch in Deutschland und Tschechien, kam es zu noch nie da gewesenen Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke. Den Westen Österreichs erreichten die ersten vorgelagerten Gewitter einer Kaltfront mit Abkühlung bereits am 29. und 30. Juni, im Osten Österreichs mussten wir darauf noch bis in den Juli hinein warten.
- max. Temperatur: 33,7 °C
- min. Temperatur: 5,8 °C
- Regenmenge: 119 l/m²
- stärkste Böe: 38,6 km/h
KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Klimatechnisch verlief der Juni 2026 an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg deutlich zu heiß. Gegenüber dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 war es um 4,1 °C zu warm, auch auf das Mittel von 1991 bis 2020 bezogen war der Juni 2026 in Bad Gleichenberg immer noch um 2,2 °C überdurchschnittlich. Analysiert man das Flächenmittel von ganz Österreich, ergibt sich ein ähnliches Bild: Gegenüber dem dreißigjährigen Flächenmittel von 1961 bis 1990 war es um 4,5 °C zu warm und gegengerechnet mit dem Flächenmittel von 1991 bis 2020 kommt man auf einen um 2,7 °C zu warmen Mittelwert im Jahr 2026. Bezüglich der Niederschlagsmengen war der Juni in Bad Gleichenberg zu trocken. Auf beide langjährigen Mittel bezogen fielen um die 70 % des sonst üblichen Niederschlages.

















