Juli 2026

in ,

Die Hitzewelle des Vormonats setzte sich im Juli noch genau einen Vormittag lang fort. Vor dem Wetterumschwung in unserer Region (im übrigen Österreich erfolgte dieser ja schon Ende Juni – siehe Vorbericht), schaffte es das Thermometer bis zu Mittag noch einmal knapp über die 30-Grad-Marke, bevor sich am Nachmittag von Westen her die Kaltfront langsam durchzusetzen begann, ohne gröbere Wettererscheinungen. Leider blieb auch bei diesem Wetterumschwung einmal mehr nennenswerter Niederschlag aus. Das erste Juliwochenende brachte Wohlfühlsommertemperaturen um die +27 °C und diese Wetterphase hielt dann auch die gesamte darauffolgende Woche an. In der zweiten Juliwoche kam der Sommer dann wieder etwas in Schwung mit den Hitzetagen 15 bis 19. Ein Höhentief über Mitteleuropa sorgte in diesen Tagen bei anhaltend hochsommerlichem Wetter fast täglich für den einen oder anderen Regenschauer, die insgesamt knapp 20 Liter, verteilt auf eine Woche, waren aber nur der buchstäbliche “Tropfen auf den heißen Stein“. Am dritten Juliwochenende sorgte dann ein neuerlicher Frontdurchgang für einen Wetterwechsel, und für eine Woche lang kühlte es auf unter +25 °C Tageshöchstwerte ab, mit einstelligen Morgenwerten am 24. und 25. des Monats. Leider fiel auch bei dieser Wetterumstellung der Niederschlag mit knapp 15 Liter an zwei Tagen sehr spärlich und für die von der Trockenheit bereits gezeichnete Natur viel zu gering aus. Erschwerend dazu kam dann noch, dass in der letzten Juliwoche die nächste Hitzewelle rasant Fahrt aufnahm, die im abgelaufenen Monat Juli mit +34,7 °C am 31. Juli vorerst einmal ihren Höhepunkt fand, die sich aber im August laut Prognose noch für etliche weitere Tage fortsetzen wird, worüber es dann Ende August zu berichten gilt.

  • max. Temperatur: 34,7 °C
  • min. Temperatur: 7,8 °C
  • Regenmenge: 37 l/m²
  • stärkste Böe: 51,5 km/h

KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Der Juli 2026 war an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg auf das dreißigjährige Mittel von 1961 bis 1990 bezogen um 3,4 °C zu warm. Auf dieses Temperaturmittel bezogen gab es in den letzten 20 Jahren keinen unterdurchschnittlichen Juli. Betrachtet man das neuere dreißigjährige Mittel von 1991 bis 2020 war der Juli 2026 um 1,3 °C zu warm. Hier findet man den letzten unterdurchschnittlichen Juli der Messreihe im Jahr 2020, übrigens der einzige auf das neuere Mittel bezogen zu kühle Juli in den letzten 10 Jahren. Niederschlagstechnisch war der Juli auf beide Mittel bezogen deutlich zu trocken. Es fielen auf beide langjährigen Mittel bezogen nur etwa 50 % des sonst üblichen Niederschlages. Das ist besonders in Anbetracht der bereits sehr trockenen zweiten Junihälfte als kritisch zu betrachten.