Die Ende Dezember eingetroffene Kaltluft blieb unserer Region auch über den Jahreswechsel hinweg erhalten, sodass auf stehenden Gewässern bereits am 03.01.2026 tragende Eisflächen entstanden waren. Zur vorhandenen Kaltluft gesellte sich über das erste Jänner-Wochenende hinweg dann auch noch ein nachhaltiges Italientief dazu, welches uns vom 4. bis 6. Jänner insgesamt 16 cm feinsten Pulverschnee brachte. Für unsere Region unüblich schneite es an diesen drei Tagen fast anhaltend bei Tageshöchstwerten von nur -2,5 °C. Danach verschärfte sich die Kälte sogar noch, und erreichte mit -16,7 °C am frühen Morgen des 08.01.2026 ihren Höhepunkt. Weil auch tagsüber das Thermometer noch für viele weitere Tage im Minus blieb und eine gute Schneeauflage vorhanden war, konnte am zweiten Jänner-Wochenende erstmals wieder seit acht Jahren die gesamte Loipe in Windisch-Minihof in Betrieb genommen werden, außerdem war auf dem Eisstockplatz bei der Jost-Mühle Hochbetrieb. Man muss viele Jahre zurückblättern, um Gegebenheiten zu finden, bei denen Eisstockschießen und Skilanglaufen gleichzeitig stattfinden konnten. Der letzte Eistag (von insgesamt außergewöhnlichen 16 Stück im Jänner) fand dann am 24.01.2026 statt. Ab diesem Tag setzte sich nämlich die vom Atlantik seit einigen Tagen herbeiströmende Warmluft – zwischen dem 15. und 25. d.M. gab es infolge der anhaltenden Minusgrade in Bodennähe des Öfteren einmal Eisregen – auch in den Niederungen durch, und nach insgesamt drei Regentagen mit knapp zwanzig Liter Regen in der letzten Jännerwoche war mit Monatsende sowohl das Eis am Eisstockplatz als auch die Schneedecke, welche uns seit dem 24.12.2025 für etwa ein Monat durchgehend begleitete, wieder Geschichte. So ging es aufgrund der anhaltenden Plusgrade dann fast zur Gänze aper in den Feber hinein.
- max. Temperatur: 6,1 °C
- min. Temperatur: -16,7 °C
- Regenmenge: 19 l/m²
- Schneehöhe: 16 cm
- stärkste Böe: 33,8 km/h
KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Der Jänner 2026 war klimatechnisch an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg sehr außergewöhnlich, denn in den letzten 20 Jahren gab es lediglich zwei Jänner-Monate, die unter dem langjährigen Schnitt von 1961 bis 1990 zu liegen kamen, nämlich 2017 und nun eben 2026. In den Jahren 2009 und 2010 waren die Jänner-Mittel sehr knapp an diesem langjährigen Schnitt, jedoch immer noch leicht darüber. In allen anderen Jahren seit 2007 war es auf das Bezugsmittel von 1961 bis 1990 bezogen im Jänner deutlich zu warm. Auf das vom Klimawandel bereits beeinflusste Mittel von 1991 bis 2020 bezogen ergibt sich ein leicht anderes Bild. Hinsichtlich dieses dreißigjährigen Mittelwertes waren die Jänner 2009, 2010, 2017 und 2026 sehr deutlich unter dem Schnitt. In den Jahren 2016 und 2019 ergaben sich Jänner-Mittelwerte leicht unter dem langjährigen Mittel, alle anderen Jänner der letzten 20 Jahre waren auch auf das Mittel von 1991 bis 2020 bezogen zu warm. Auf das Flächenmittel von ganz Österreich betrachtet, war der Jänner gegenüber dem Mittel von 1991 bis 2020 um 1 °C unter dem Schnitt, auf das Flächenmittel von 1961 bis 1990 bezogen war es jedoch um 0,5 °C zu warm – zu diesem zu warmen Schnitt trugen vor allem höhere Lagen in westlichen Landesteilen bei. Niederschlagstechnisch war es österreichweit auf beide Mittel betrachtet deutlich zu trocken, mit Ausnahme des Südosten. An der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg kam der Jänner zwischen den beiden dreißigjährigen Niederschlagsmitteln zu liegen.






