Feber 2026

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Die erste Hälfte des Monats Feber war von Warmluftzufuhr geprägt; am 4. d. M. gab es einen Regentag, danach wurde es sukzessive wärmer mit den ersten zweistelligen Plusgraden dieses Jahres am 7. Feber. Der Gipfel dieser Warmwetterperiode war am 13. d. M. mit +13,7 °C erreicht. Zwei Tage mit etwas strengeren Frostnächten folgten dann am 17. und 18.02., Eistage brachte der Feber aber keine mehr hervor. Was der Feber aber noch schaffte, war ein kurzer und heftiger Wintereinbruch, der aufgrund seiner Einzigartigkeit sicher in so einige Wetterannalen eingehen wird: In der Nacht vom 19. auf den 20. Feber (Freitag) setzte um Mitternacht (in höheren Lagen auch schon früher), nachdem es vorher für ca. drei Stunden aus einem aufziehenden Italientief relativ stark geregnet hatte, sehr schnell sehr starker Schneefall ein. Aus Nordost einströmende Kaltluft hat nämlich die Temperatur sehr rasch gegen Null Grad gesenkt, und die viele Feuchtigkeit, die das Mittelmeertief im Gepäck hatte, entlud sich ab diesem Zeitpunkt über dem Südosten Österreichs für Stunden in Form von dichtem patzigem Schnee. Am Morgen des 20. Feber war es schon tief winterlich, und die 15 bis 20 cm Neuschnee, die in diesem kurzen Zeitraum schon gefallen waren, machten bereits zu diesem Zeitpunkt den Wäldern sehr zu schaffen. An vielen Orten – und da waren die Bezirke Jennersdorf, Güssing, Oberwart und die ganze südöstliche Steiermark miteingeschlossen – kam es schon in den frühen Morgenstunden zu gewaltigem Schneebruch, was in diesen Regionen auch massive Stromausfälle zur Folge hatte. Weil es dann noch den ganzen Freitag intensiv weiter schneite (in Summe zwischen 30 und 40 cm je nach Lage), konnten aus Sicherheitsgründen und wegen andauernd nachstürzender Bäume auch kaum Aufräumungsarbeiten stattfinden, sodass es zu etlichen Straßensperren in unserer Region kommen musste. Auch die beschädigten Stromleitungen konnten aus diesem Grund kaum wieder hergestellt werden, weswegen auch der Stromausfall für die meisten Haushalte in dieser Region bis in den Samstag hinein (und für exponierte Lagen sowie einzelne Haushalte sogar noch deutlich länger) andauerte. Zu Spitzenzeiten waren laut Netz Burgenland alleine im Burgenland 9.900 Haushalte ohne Strom. Der Ortsteil Windisch-Minihof der Marktgemeinde Minihof-Liebau beispielsweise musste angesichts der schwierigen Umstände in den Wäldern ca. 28 Stunden auf den Strom warten, in den südlichsten Teilen des Bezirkes Jennersdorf (welche aufgrund der höheren Lagen teilweise noch mehr Schnee abbekamen) waren es fast 40 Stunden. Für die Gemeinde Neuhaus am Klausenbach wurde unter anderem deshalb sogar Zivilschutzalarm ausgerufen. Die Feuerwehren im Burgenland sowie auch in der Steiermark verzeichneten Rekordtage bezüglich des Einsatzaufkommens. Die Stunden und Tage nach dem starken Schneefall waren von Aufräumungsarbeiten geprägt, zahlreiche kleinere Straßen mussten noch von dutzenden umgefallenen Bäumen befreit werden. Am Samstag war das Italientief abgezogen, und unmittelbar darauf setzte eine warme atlantische Westströmung ein, mit beginnendem Tauwetter ab Sonntag, den 22.02.2026. In der letzten Feberwoche schickte dann der Frühling einen ersten Gruß, mit Sonnenschein und Temperaturen jenseits der Zehn-Grad-Marke, welche den gewaltigen Neuschneemassen binnen kürzester Zeit wieder den Garaus machten. Der Feber endete mit knapp +14 °C, letzten Schneeresten und viel Tauwasser auf Wiesen und Wegen. Was bleibt, ist der massive Schneebruch in den Wäldern und auch einige Nacharbeiten an der Infrastruktur in den betroffenen Regionen (Stromnetz, Telefonleitungen). Zum Ende des Monats sind in der Region an vielen Tagen Chöre von Motorsägen zu hören gewesen, verursacht durch Aufräumungsarbeiten in den privaten Wäldern.

  • max. Temperatur: 13,9 °C
  • min. Temperatur: -4,9 °C
  • Regenmenge: 14 l/m²
  • Schneehöhe: 32 cm
  • stärkste Böe: 38,6 km/h

KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Abseits der wenigen Tage mit dem Schneechaos im Südosten Österreichs war es an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg deutlich zu warm. Infolge dessen ergibt sich auch ein zu warmes Monatsmittel für den Feber 2026. Auf das dreißigjährige Mittel von 1961 bis 1990 bezogen war es um 3,8 °C zu warm, betrachtet man das vom Klimawandel bereits beeinflusste Mittel von 1991 bis 2020 war es auch noch um 2,9 °C zu warm. Wirft man einen Blick auf das Flächenmittel von ganz Österreich, war es berechnet auf das Mittel von 1961 bis 1990 um 3,6 °C und auf das Mittel von 1991 bis 2020 um 2,5 °C zu warm. Angesichts der Schneemassen gab es in Bad Gleichenberg (und auch im gesamten Südosten des Landes) auf beide Mittel bezogen überdurchschnittlich viel Niederschlag.