Dem Monatsmittel entsprechend ging es in den Dezember hinein, und zum Ende der ersten Dezemberwoche fielen zum Krampus- und Nikolaustag insgesamt 20 Liter Regen. Danach war für über zwei Wochen eine dominante Hochdrucklage über Mitteleuropa wetterbestimmend, mit abwechselnd Boden- oder Hochnebel in den Niederungen und sehr milden Temperaturen in höheren Lagen oberhalb des Nebels. So sahen wir in unserer Region für viele Tage keine Sonne, während in den Skigebieten der Ende November gefallenen Schnee vor den nahenden Weihnachtsfeiertagen wieder fast zur Gänze wegschmolz. Die in den Niederungen angesammelte Kaltluft sowie die fehlende Sonneneinstrahlung hatten bei uns zur Mitte des Monats die ersten drei Eistage zur Folge und erwähnenswert scheint an dieser Stelle auch, dass dieser Dezember keine zweistelligen Plusgrade mehr im Gepäck hatte. In Richtung Weihnachten begann sich nämlich (für viele Weihnachten in den Vorjahren eher unüblich) eine nachhaltige Nordwetterlage anzubahnen. Diese hatte zuerst knapp vor Weihnachten weit südlich im Mittelmeer ein Italientief ausgebildet, welches sich uns nach dem vierten Adventwochenende mit leichtem Regen annäherte. Dann aber pünktlich zum 24.12.2025 – Heiliger Abend – traf am Morgen die angekündigte sibirische Kaltluft aus Nordosten bei uns ein und wandelte den Regen aus dem mittlerweile über uns liegenden Italientief sehr schnell in ergiebigen Schneefall um. Es schneite dann den ganzen Tag beständig bei um die +/- 0 °C, sodass wir uns am Heiligen Abend erstmals wieder seit vielen Jahren (die letzten weißen Weihnachten in unserer Region gab es 2007) über eine winterliche Landschaft freuen konnten; dass es genau am Heiligen Abend schneit, liegt überhaupt schon über zwei Jahrzehnte zurück. Auch am Christtag schneite es noch den ganzen Tag leicht, aber unergiebig, sodass diese Weihnachten 2025 mit einer Schneeauflage von 9 cm in die Statistik eingehen. Auch in den Folgetagen blieb es winterlich kalt (4. Eistag am 29.12.), und ein neuerlicher Kaltluftvorstoß direkt aus dem hohen Norden hatte am 30.12. einen weiteren einstündigen Schneeschauer zur Folge. Der Dezember und somit das Jahr 2025 klang mit den ersten zweistelligen Minusgraden dieses Winters (-10,6 °C am frühen Silvestermorgen) und mit dem damit einhergehenden 5. Eistag aus.
- max. Temperatur: 8,3 °C
- min. Temperatur: -10,6 °C
- Regenmenge: 30 l/m²
- Schneehöhe: 10 cm
- stärkste Böe: 17,7 km/h
KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Der Dezember 2025 war an der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg auf beide Mittel bezogen deutlich zu warm, gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 waren es 2,1 °C und gegenüber dem Vergleichszeitraum von 1991 bis 2020 war es 1 °C. Damit ist der Dezember auf das Mittel 1961 bis 1990 bezogen zum 15. Mal in Folge zu warm, betrachtet man das Mittel von 1991 bis 2020 ist es auch bereits das 9. Mal ohne Unterbrechung. Niederschlagstechnisch war der Dezember eher auf der trockenen Seite, jedoch auf beide Mittel bezogen innerhalb einer Schwankungsbreite von 30 %. Österreichweit war es auf beide Mittel bezogen ebenso eindeutig zu warm und auch zu trocken, vor allem in westlichen Landesteilen war es sogar sehr deutlich zu trocken.





