Nachdem der März sehr kühl und unwirtlich zu Ende gegangen war, begann sich das Wetter in den ersten Apriltagen schön langsam daran zu erinnern, dass eigentlich schon länger Frühling sein sollte. Während einer ausgeprägten Hochdrucklage wurde es zum ersten Aprilwochenende hin von Tag zu Tag wärmer und pünktlich zum Ostersonntag, den 05.04.2026, konnten wir bei herrlichem Sonnenschein und +23 °C den ersten “Zwanziger“ dieses Jahres genießen. Zum zweiten Aprilwochenende hin war es aber schon wieder vorbei mit Frühlingsgefühlen, denn ein weiterer Kaltluftvorstoß brachte eine empfindliche Abkühlung mit einstelligen Tageshöchstwerten und Morgenfrösten am 9. und 10. April. Niederschlag war bei diesem Wetterumschwung aber einmal mehr in diesem Frühling mit nur 2 Liter Regen kaum im Spiel. Bis zur Monatsmitte hin setzte dann wieder sukzessive Erwärmung auf über +20 °C ein, die mit einem nächsten Wetterumschwung am 3. Aprilwochenende wieder abrupt beendet wurde. So kam es am Sonntagnachmittag, den 19.04.2026, mit dem Vordringen einer Kaltfront aus Nordwest bei uns zum ersten Gewitter dieses Jahres, die damit einhergehenden 17 Liter Regen waren für diesen Frühling schon ein Highlight, die Trockenheit der letzten Wochen lindern konnte aber auch diese Niederschlagsmenge nicht. Das letzte Aprilwochenende bescherte uns dann mit +23,3 °C den bisher wärmsten Tag des Jahres, dabei blieb es dann aber wieder nicht, denn mit Tageshöchstwerten knapp über der +10 °C-Marke verabschiedete sich der April dann doch wieder wesentlich unterkühlt.
- max. Temperatur: 23,3 °C
- min. Temperatur: -1,9 °C
- Regenmenge: 24 l/m²
- stärkste Böe: 41,8 km/h
KLIMA (Quelle: GeoSphere Austria)
Der April 2026 war einmal mehr ein zu warmer Monat, doch viel auffälliger war der Niederschlagsmangel. Zu den Zahlen: An der GeoSphere-Station Bad Gleichenberg war es gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 um 2,1 °C zu warm. Gegenüber dem vom Klimawandel bereits beeinflussten Mittel von 1991 bis 2020 kam die Monatsdurchschnittstemperatur um 0,8 °C über dem üblichen Wert zu liegen. Beim Niederschlag fehlten in Bad Gleichenberg im Vergleich zum dreißigjährigen Mittel von 1961 bis 1990 ganze 36 l/m². Dies entspricht bei dem Mittel von 61 l/m² einem Niederschlagsdefizit von mehr als 50 %. Gegenüber dem Durchschnitt von 1991 bis 2020 fehlten dem April auch 30 l/m² auf den Durchschnittswert von 55 l/m², was auch auf diesen Wert bezogen wieder bedeutet, dass mehr als die Hälfte des Niederschlages fehlte. Generell war es in ganz Österreich auf beide Flächenmittel bezogen sehr deutlich zu trocken.




